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 | Wasserversorgung und Löschmittel |
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Wasserversorgung
Die Wasserversorgung an der Einsatzstelle wird zunächst durch das auf unserem Löschfahrzeug mitgeführte Wasser sichergestellt. Handelt es sich um ein größeres Feuer oder ist mit einer Ausbreitung der Feuers zu rechnen, so muss die Wasserversorgung über das öffentliche Wassernetz sichergestellt werden. Hierzu stehen die - leider oft zugeparkten - Unterflur-Hydranten zur Verfügung. Mittels eines Standrohres kann das Wasser dort entnommen werden.
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Der Unterflur-Hydrant ist an dem in die Straßendecke eingelassenen Hydrantendeckel zu erkennen. Spezielle Hinweisschilder zeigen die genaue Lage des Unterflur-Hydranten an. Neben den Unterflur-Hydranten gibt es auch noch die überflur-Hydranten. Diese sind im Ortsgebiet selten und werden meist in Industriegebieten bzw. an öffentlichen Gebäuden aufgestellt.
Eine weitere Möglichkeit um die Wasserversorgung an der Einsatzstelle sicher zu stellen ist die Wasserentnahme aus offenen Gewässern. Mittels einer Pumpe, dies kann die Pumpe des Fahrzeuges oder eine tragbare Pumpe sein, wird über Saugschläuche Wasser aus offenen Gewässern gesaugt und über Schläuche den Fahrzeugen zugeführt. Diese Art der Wasserversorgung an der Einsatzstelle ist die Zeit- und Materialintensivste Art der Löschwasserversorgung.
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Löschmittel
Die Wahl des Löschmittels bei der Brandbekämpfung richtet sich in erster Linie nach der Art des brennenden Stoffes. Bei vielen Flüssigkeitsbränden, wie z. B. bei brennendem Benzin, verbietet sich der Einsatz von reinem Wasser, da Benzin nicht mit Wasser mischbar ist und es beim Einsatz von Wasser eher noch zu einer Brandausbreitung kommt, da das brennende Benzin auf der Wasseroberfläsche schwimmt. Die einzelnen Löschmittel unterscheiden sich in ihrer Löschwirkung. Somit ergeben sich teilweise sehr spezielle Einsatzgebiete.
In der Praxis der Brandbekämpfung unterscheidet man in vier Löscheffekte. Dies sind:
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Trennen des Brandgutes vom Luftsauerstoff oder von einer anderen Atmosphäre, die Verbrennung fördert.
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Kühlen des Brandstoffes unter die Mindestverbrennungs-Temperatur.
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Stören oder Unterbrechen der Verbrennungs-Kettenreaktion (Inhibitation=Hemmung)
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Ersticken durch Verringerung der Sauerstoffkonzentration unter den für die Verbrennung erforderlichen Grenzwert.
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Diese Löscheffekte werden bei der Anwendung verschiedener Löschmittel genutzt. Den einzelnen Löschmitteln können nun verschiedene Löscheffekte zugeordnet werden. Je nach Löschmittel wird zwischen Haupt- und Nebenlöscheffekt unterschieden.
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Wasser: Abkühlen, als Hochdrucknebel: Inhibitation.
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Schaum: Trennen, Kühlen, Ersticken
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Löschgase: Ersticken, Inhibitation
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Trockenlöschmittel (Pulver, Sand...): Trennen, Inhibitation
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Bei unserer Feuerwehr kommt als Trockenlöschmittel Pulver, welches in handelsüblichen Feuerlöschern mitgeführt wird, zum Einsatz. Als Löschgas kommt das Kohlendioxid zum Einsatz. Auch dieses wird in handelsüblichen Feuerlöschern mitgeführt.
Das "klassische" und am häufigsten eingesetzte Löschmittel ist das Wasser. Beim Großteil der Brandeinsätze ist es das erste Mittel der Wahl, da es sich oft um reine Feststoffbränden handelt.
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Mischt man dem Wasser Schaummittel zu und verschäumt das hierdurch entstandene Wasser/Schaummittelgemisch mittels eines speziellen Schaumrohres, so entsteht Löschschaum. Aufgrund seines Löscheffektes kann der erzeugte Schaum nun auch bei verschiedenen Flüssigkeitsbränden (Benzin) eingesetzt werden. Bei der Erzeugung von Schaum unterscheidet man noch in Schwer-, Mittel- oder Leichtschaum. Um welche Art von Schaum es sich handelt, ist von der Verschäumungszahl abhänig. Je kleiner die Verschäumungszahl, desto mehr Wasseranteil hat der Schaum.
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High Press - Hochdrucklöscher
Dieses neuartige Löschgerät hat in etwa die Größe einer Kübelspritze, jedoch bietet sie eine Menge Vorteile. Durch die außen liegende Druckluftflasche wird das Wasser mit dem separat gehaltenen Löschmittel vermischt und über die Schaumpistole ausgeworfen.
Die Löschwirkung des High-Press-Löschgerätes ist um einiges höher als die Löschwirkung einer Kübelspritze.
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